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TSV Seifersdorf - FSV 1924 Bad Schandau 2:2 (0:2)

Starkes Comeback nach schwacher Anfangsphase!

Nach dem Coach Herrmann letzte Woche „die Theorie des Debakels in Struppen“ sachlich postulierte, erwartet euch heute wieder das intellektuelle Know-how des Fußballspiels. Saß ich am vergangenen Wochenende noch unter meinem Lieblingsbaum und versuchte das Geschehen in meinem inneren Gedächtnispalast zu verarbeiten, äußerte der Trainer seinen Unmut gerechtfertigter Weise im Spielbericht.

Bevor jemand die Hoffnungen der taktischen und fußballorientierten Analyse zu hoch ansiedelt... Die verwendete und einleitende Litotes bringt durch eine doppelte Verneinung das Gegenteil zum Ausdruck. Bereits jetzt merke ich, dass ich mich eigentlich vielmehr selbst verwirre. Mal schauen ob es klappt, die Unterrichtsvorbereitung und den Spielbericht parallel zu verfassen. In meiner morgendlichen Trance schaue ich lieber nochmal über die PowerPoint Folien der sechsten Klasse...

Eigentlich sollte ich die kultur-politische Gliederung Europas aufarbeiten. Stattdessen habe ich herausgefunden, dass man Weintrauben beim Fingerabdrucksensor verwenden kann. Vorsicht an alle Nachahmer da draußen... es funktioniert nur die Eine! Heute an der Kasse im Lidl wollte ich meinen Einkauf (unter anderem die Weintrauben) mit Apple Pay tilgen. Für Renate (74) und die Kassierern (54,5) bin ich jetzt der Verrückte, der mit seiner Uhr bezahlt!

Bevor ich die spannende Partie genauer schildere, fehlt natürlich noch eine Fachsparte. Sie gehört einfach dazu wie beispielsweise Daniela Katzenberger zu RTL II, Grießbach zum Sema, Erfolg zu Schalke 04 und Porschi zur Blauen Lagune: Wisst ihr es schon??? (Im Deutschunterricht der 5. Klasse lernten wir Spannungsbogen aufbauen – Check!)...

Die Anekdoten unsere Kicker.

Vorgestern telefonierte ich mit Schneider. Ich: „Und wie ist das Wetter bei dir an der See?“ Schneider: „Capslock!“. Ich völlig unverständlich: „Hä?“. „Naja, es schifft ohne Ende!“ Max hiermit spricht der Verfasser dir eine kleine Empfehlung aus. Kongruent zum Physik Studium befasse dich bitte genauer mit Anglizismen. Meine Sammlung von den Wörtern (Altbaucharme, Brathering, Baumentaster, Walkie-Talkie und Ministeroanlage) benötigt dringend Erweiterungsbedarf.

Herlt färbte sich gestern die Haare grau. Dadurch hat er bei der Bearbeitung der in drei Wochen fälligen Klausur wenigstens einen Ansatz. Valli, benötigst du einen Expertenjoker, kann ich dir durchaus Coach Herrmann empfehlen. Dieser illustriert unter zahlreichen Instagram-Pictures seine Poesiekünste. „Wenn du eine Kartoffel wärst, dann wärst du eine Süßkartoffel“; „dein Arbeitskollege ist Halbgrieche... fetalicherseits“ oder „du bist mein Bruder Steve, er ist mein Stevebruder.“ All diese verbalen Schmankerl lassen mein Salzwasserherz erweichen.

Liebl und Pschorn weckten mich am 01.09 aus meinem wohltuenden Schlaf. Die beiden nutzten das neuerliche WG-Leben komplett aus und feierten bis spät in die Nacht den Geburtstag von Assassin ́s Creed. An den Händen haltend, tanzten sie in langen zerfledderten Gewändern zu orientalischer Wüstenmusik und faszinierten sich gegenseitig mit selbstgebauten Pappmaché Kamelen und Tempeln. Ohne Worte.

Wer denkt, dies ist bereits die Spitze des Eisberges, irrt sich gewaltig. Maxi lässt immer in der WG-Küche die gemeinsame Mikrowelle laufen. Ich erkundigte mich nach dem Grund. Er antwortete trotzig: „Ich will sie vorheizen!“

Ich rechne schon fest damit, meine literarischen Künste bald in lokalen Wohnungsanzeigen zu verwirklichen.

Hobbygrünspechtbeobachter Löbbert verbrachte in den Semesterferien viel Zeit zu Hause. So spielte sich folgende Szenerie auf dem Mühlfeld ab: Christoph: „Auf unserem Balkon nistet eine Taube. Ich habe sie Almi getauft... Hörst du das?“ Mutter von Chris: „Was?“ „Almi gurrt!“.

Hantschel klebte sich an seinen Volkswagen den Aufkleber: Juckt ihr ...ch auch so? Zuerst begriff ich den Kontext nicht. Als er dann aber mit seinem silberglänzenden Polo um die Ecke bog... fiel der Groschen.

Buutz peinlichstes Erlebnis: Zahnarztbesuch letzte Woche. In seiner engen Skinny-Jeans und den weißen Nike-Socken ruht er auf der Liege mit geschlossenen Augen. Der Zahnarzt steckt ihm die Finger in den Mund und äußert die Bitte: „Versuch mal zu saugen“! Buutz fängt daraufhin an, an seinem Finger zu lutschen... Der Arzt beugt sich über ihn und meinte: „Sorry, das galt eigentlich der Schwester mit dem Speichelsauger“...

Nach der Pleite letzte Woche arbeitete das Team hart im Training. Mittels zahlreicher Motivationsphasen, der gesteigerten Intensität und weiteren Lifehacks sollte die Truppe eine Reaktion zeigen. Nach dem verheißungsvollen Beginn und guten Chancen verdeutlichte sich dann aber eher, dass wir aus einer anderen Zeitepoche stammten. Damals hieß Lifehack noch Trick 17! Nun chronologisch von Beginn an...

Schiedsrichter Lehmann pfiff die Partie pünktlich an. In den ersten Minuten erarbeiteten wir uns starke Chancen durch Ziegler und Zimmermann. Erst vergab Ziegler aus guter Position und rutschte am Ball vorbei. Keine zwei Zeigerumdrehungen später scheiterte Zimmi an der Schulter des Gästehüters. Nach einer guten Kombination über Püschel, Hanke zählte Zimmi lieber die Punkte des pinken Gasttorwarttrikots.

Die erste Unachtsamkeit im Defensivverbund nutzte Schandau eiskalt aus. Erst verschob die Mittelfeldreihe fehlerhaft, anschließend verschätzte sich unsere Verteidigung und die Nummer 7 der Gäste schob freistehend vor Schneider zur bitteren Führung (4. Minute) ein. Der Spielstand glich einem Schlag ins Gesicht. Wir schafften es nicht, unsere technische Finesse auf den Platz zu bringen. Stattdessen lösten wir Situationen über die Methode des langen Balles. Leider erfolglos. Die Freistöße von Richter zischten in den Fangzaun... Herlt und Liebl vergeigten Eckbälle.

Demzufolge kam es, wie es kommen musste. Nach einem langen Ball und einer misslungenen Abwehraktion netzte Baumgart zum 2:0 aus Schandauer Sicht (14. Minute). Was sich aber nun abspielte, zeugte von der Moral dieses Teams. Keiner senkte den Kopf, alle pushten sich gegenseitig und erarbeiteten gute Abschlusschancen durch Hanke und Buutz. Dessen Seitfallzieher in Wish-Ausführung konnte gerade noch auf der Linie von einem Verteidiger pariert werden. Kurz vor der Halbzeit bewahrte uns Schneider mit einem starken Reflex vor einem höheren Rückstand.

Nach der Halbzeitanalyse schalteten wir noch einen Gang hoch. Wirbelwind Ehrlich unterzog sich vor dem Spiel einem Experiment von Schneider und testete die gleichzeitige Wirkung von Red Bull sowie einer Schlaftablette. Mit Flügeln an den Schuhen rannte er den Verteidigern davon und scheitere nach einem 40m Sprint am Außennetz.

Püschel prüfte nach einer Ecke von Herlt die Erosionswiderstandsfähigkeit der neugebauten Windschutzhütte auf der Erashöhe.

Es dauerte bis zur 60. Minute. Püschel löffelte den Ball gefühlvoll mit dem linken Schnürsenkel über die Kette. Zimmermann nahm den Ball in aller Ruhe unter Druck an, umspielte den Keeper und schob zum Anschluss ein.

Keine drei Minuten später tanzte sich Herlt auf der linken Bahn durch und fand in der Mitte Ziegler. Dieser schob lässig zum Ausgleich ein! Der Hexenkessel des Waldstadions bebte! Mit der Hereinnahme von Löbbert und Alex erspielten wir uns weitere Möglichkeiten. Richter passte das Spielgerät nach einem 60m Sprint im gegnerischen Fünfmeterraum genau in die Füße des letzten Verteidigers.

Kurz vor Schluss entschied der Schiedsrichter auf Foulelfmeter für Schandau. Richter „foulte“ den Spieler mit der Nummer 17. Zum Glück positionierte sich der Fußball Gott auf die Seifersdorfer Seite und der Angreifer schoss den Ball vier Meter neben das Tor.

Am Ende lässt sich konstatierten: Wir schafften es, getrieben von der einzigartigen Kulisse, uns die Partie zurück zu kämpfen. Die Leistungssteigerung ermöglichte den verdienten Punktgewinn. In den kommenden Spielen gilt es, bereits in den ersten Minuten die richtige Übersetzung zu finden.

Um mit den Worten von IHK-Prof. Deutsch abzuschließen: Es gibt weltweit 0,9 Milliarden Tonnen Insekten und 0,3 Milliarden Tonnen Wale. Entspricht seiner Beobachtung: Ganz selten sind Wale an seinem Obst...

Wir bedanken uns bei den unseren treuen Fans!

 

 

Für den TSV kamen zum Einsatz:

Schneider

Deutsch (Ehrlich) – Buutz – Richter (C) - Wegert Püschel (Alex)

Hanke- Ziegler

Liebl – Zimmermann – Herlt (Löbbert)

 

 

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