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TSV Seifersdorf - SpG Gorknitz 2./Müglitztal 1:0 (0:0)

Die Tabellenführung übernommen!

Ich weiß Lichtjahre ist es her, dass ich mich zuletzt von dieser Stelle gemeldet habe. Aber ja, euer Leben hat wieder einen Sinn. Die lange Zeit des Wartens hat ein Ende! Die Pause ist vorüber, der Winterspeck metamorphierte zu neuen Schwimmringen, der TSV Seifersdorf spielt endlich wieder! Ihr könnt also Kind und Kegel beruhigen, ab sofort gibt es wieder im wöchentlichen Rhythmus, die Traube aus dem Bauchnabel vom lebendigen Buffet… unsere Spielberichte. Ich sitze gerade abgeschottet in meinem Kämmerlein, bin seit 7 Minuten auf Parship angemeldet…noch 4 Minuten und dann verliebe ich mich. Die Aufregung lässt sogar meine Haarspitzen spalten.

Kafkaesk, kalorienbewusst, kelchförmig, koedukativ und korrosionsbeständig. Mit dieser Alliteration als rhetorisches Mittel könnte die fußballfreie Zeit in Seifersdorf genau charakterisiert werden. Ich weiß mancher schaltet bereits an dieser Stelle ab und kocht sich lieber wie Ziegler seinen Tee gleich im Wasserkocher, weil er damit Strom spart…aber diejenigen, die es bis hierher geschafft haben, seid tapfer und haltet durch…es wird noch schlimmer ;). Nun folgen ein paar Erzählungen, die selbst Olaf Schubert aus seinem karierten Pulli oder Pschorn aus seinem unfreiwilligen Skistiefel heben würden.

Sehr geehrte Damen und Herren, aus Frust über die verkorkste Vorbereitung, sollten Sie zunächst wissen, dass ich den kommenden Teil mit meinem Mittelfinger tippe!

Außenstürmer und Rechtsfetischist, damit meine ich nicht seine Hand, sondern seine zukünftige Berufung, arbeitete über die Ferien in einer Lasergravurfirma. Er erhielt neulich einen Auftrag, auf welchem geschrieben stand: „gravieren: Ich liebe dich von vorne und von hinten“. Gemeint war natürlich Vorder- und Rückseite gravieren mit „Ich liebe dich“. Was Liebl graviert hat:“ Ich liebe dich von vorne und von hinten“. Dazu muss man eigentlich nichts sagen!

Saatguteinweichungsspezialist Grießbach schickt auf Tinder als Anschreibmethode seit neustem Bilder von essbaren Nudeln. Ich weiß nicht was er damit bezwecken will. Aber ich kann nur hoffen, er wartet nicht auf solche Kommentare und Antworten wie beispielsweise: „Ich bin dir farlaffe“, „Ich will mit dir penne“ oder „Send more noodles“. Oh mein Gott there are so many pastabilities! Auch für dich habe ich einen kleinen Rat parat, lass den Jogurt nicht fallen, nur weil er nicht mehr haltbar ist!

Auch Schneider veränderte über die Winterzeit einiges in seinem Leben, anstatt zum Glühwein und zur guten Bärchenwurst von Rügenwalder zu greifen, ernährt er sich nur noch von Früchten. In der Fachsprache heißt es glaube, Fructarier. Auch hier ein kleiner Tipp meinerseits. Denke beim Obstkauf auch mal an andere. Wie heißt das Sprichwort gleich nochmal: „Für wen kauft ein Egoist Obst? Pfirsich! Und bitte wundere dich nicht, wenn du morgens neben einer Unbekannten aufwachst. Max, du bist nur auf deinem Matheskript eingeschlafen ;)!

Wer natürlich nicht unerwähnt bleibt, ist Coach Herrmann. Dieser verbrachte die Zeit damit, heißes Wasser für schlechte Tage einzufrieren und übt seither täglich Quizduell, leider bisher ohne erkennbaren Erfolg!

Um mal etwas Chronologie in die Sache hereinzubringen, erläutere ich nun den Ablauf der Vorbereitung. Das Training startete Anfang Februar und über die Winterpause verzeichneten wir diverse Neuzugänge, die von dieser Stelle aus bestimmt nochmal in den kommenden Berichten explizit Erwähnung finden. Herzlich Willkommen.

Die zuglegten Kilos über das Weihnachtsfest gingen an keinem spurlos vorbei. Schmidt brachte es im ersten Training mit einer Anekdote aus seinem Alltag auf dem Punkt. Er hatte am Vortag den ganzen Zucker weggeschmissen. Als er am nächsten Morgen aufwachte, befand sich dieser wieder im Regal. Ist halt raffinierter Zucker!

Im zweiten Training der nächste Schock: Pschorn verletzte sich bei einer Sprintaktion schwer und brach sich ohne Gegnereinwirkung das Schien- und Wadenbein doppelt. Pschorni gute Besserung, dass wird alles wieder! Es gibt nur einen Weg und der geht vorwärts! Sein neuer tiefer gelegter Geländewagen steht nun erstmal auf dem Parkplatz am dänischen rum. Aber immerhin kann er jetzt seinem Hobby nachgehen und seinen Instagram Status auf Businessman ändern. Er ist seit neuestem Vorstand in einem Unternehmen mit 28.000 Mitarbeitern. Pschorn (28), Imker und hält 3 Bienenvölker bei sich in der Bude!

In den teils blamablen Testspielen gegen Lockwitzgrund, Pillnitz/Loschwitz und Höckendorf überragten die negativeren Ansätze und gaben uns das Potenzial viel im Training aufzuarbeiten! Wir schuften täglich im hauseigenen Fitnessraum von Grießbachs, um uns die richtige quadratische Form wieder anzutrainieren. Rumpelstilzchen würde sagen: „Ich bin gekommen, um dein Erstgeborenes zu holen“. Der Wendler würde antworteten: „Das ist meine Lebensgefährtin“. Wir würden zu der Vorbereitung sagen: „EGAL!!“.

Neuzugang Zimmermann erhielt eine Einladung in das aktuelle Sportstudio. Dort sollte er darlegen, wie er die Testspiele empfand und mit welchen Divisen er in die kommenden Partien angehe. „Nach den Testspielen müssen wir schnellstmöglich die richtigen Hebel bewegen. Von heute an kann alles nur besser werden, denn ab heute endet die 10 jährige Pechsträhne von Deutsch. Weil er damals einen Kettenbrief auf Schüler CC nicht weitergeschickt hat. Ab jetzt geht es steil bergauf!“ Angesprochen darauf, welche taktischen Raffinessen gegen Gorknitz Anwendung finden, hielt er sich bedeckt und lenkte das Gespräch auf seine weiche Haut ab. Zimmi ist und bleibt ein Geheimniscremer!

Nun zum Spiel: Schiedsrichter Müller pfiff pünktlich gegen 15 Uhr die Partie an. Die 63 gelisteten Zuschauer sahen in den ersten 15 Minuten sichtlich nervöse Kicker auf dem Platz. Seifersdorf gelang es nach ein paar Zeigerumdrehungen, sich die erste Halbchance durch Alex zu erspielen. Leider ohne Ertrag. Zwischen der 15. und 25. Minute schickten die Gäste ihre Stürmer mit langen Bällen in die Laufduelle mit unserer Verteidigung. Sie kamen zu ersten, relativ ungefährlichen,  Torannäherungen auf das Gehäuse von Hüter Muschter. In der sonst ereignisarmen und nur vom Wind geprägten ersten Hälfte ließ Herlt einen Gegner stehen, wie als wäre er mit seinem kranken Nadelbaum beim Spezialisten. Der Pass ging zu einem Gorknitzer, welcher sich den Ball unfreiwillig an die Hand bugsierte. Die Pfeife des Referees blieb aber stumm. Wahrscheinlich hatte der Kieferchirurg abgelehnt. Vor der Halbzeit kombinierte das Mittelfeld um Motor Strzebin noch weitere Halbchancen für Ziegler, Löbbert und Alex heraus. Unser Ernährungswissenschaftler Team bestehend aus Brendler und Grießbach machten sich auf der Bank nicht nur ihre Gedanken über eine Steigerung der Leistung, sondern fragten sich auch diverse Dinge wie:

-              Ist die Mail Adresse von Ed Sheeran eigentlich @sheeran.com?

-              Ist das Gegenteil von Microsoft Office, eigentlich Megahard Onfire?

-              Wie verkündet man den Tod eines großartigen Huhns? Eierlegende Eierlegende erreicht ihr Eierlegende. (#derbrauchetwas)!

 Demzufolge ging es mit einer ereignisarmen ersten Spielhälfte in die Pause.

Die von Coach Herrmann getätigte Ansprache schien Wunder zu wirken. Nach dem Seitenwechsel zeigten unsere Spieler ein völlig anderes Gesicht. Die Körpersprache, der Wille, die Kombinationen… all das, was in der ersten Halbzeit vermisst wurde, war plötzlich da. Die Hereinnahme von Hofmann stärkte unsere Mittelfeldreihe extrem und bot uns die Möglichkeit, ab der 60. Minute vermehrt auf Dreierkette umzustellen. So erspielten wir uns gute Chancen durch Herlt, Strzebin und Ziegler. Mit der Hereinnahme von Grießbach verabschiedete sich die Gorknitzer Offensivabteilung komplett. Das lag nicht an seiner Zweikampfhärte, sondern vielmehr an seinen, noch vom Vorabend, vorhanden inneren Werten. Wieder einmal 30,00 € in Reinhain verbrannt! Oma würde sagen, das sind 90 Reichsmark, Mutti sagt dir, das sind 60 D-Mark und Galileo würde sagen, das entspricht der Größe von 7 Fußballfeldern! In der 68. Spielminute lief Herlt nach schön vorgetragener Dreieck-Viereck-Kreis Kombination alleine auf den Gästehüter zu. Leider versagten ihm im Abschluss die Nerven und er schoss mit dem Außenrist genau den Torwart der Gäste an. Valli nur weil du früher immer an dem Gummiball gespielt hast, heißt das noch nicht, dass du Roberto Carlos bist!

Keine fünf Zeigerumdrehungen später spielten Zimmermann, Herlt, Strzebin und Ziegler Wegert frei. Dieser kam aus 8m frei zum Schuss. Leider kratzten die Gorknitzer das runde Leder gerade noch so von der Torlinie. In der 75. Minute betrat der nächste Neuzugang den Platz. Ehrlich zeigte gleich, was ihn ausmacht. Er spielte seinen Gegner so schwindelig, dass dieser glatt den Halt verlor. Wahrscheinlich gibt es eine einfache Erklärung. Es wird geschätzt, dass jeder elfte Europäer auf einem IKEA Bett gezeugt wurde.

Diverse Anläufe, vergebende Chancen und zehn Minuten später belohnten sich unsere Spieler endlich für den Kampf und die Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt. Zimmermann schirmt den Ball gut ab, legt auf Ziegler. Dieser packt die Löbe Rolle aus und verwandelt den Ball unhaltbar ins untere linke Eck. 1:0 für den TSV!!! Die kommenden Minuten spielten unsere Mannen souverän herunter und erarbeiten sich sogar noch Chancen auf den Führungsausbau.

An dieser Stelle möchte ich mich bei unseren Gästen aus Gorknitz/Müglitztal für die sehr fair geführte Partie bedanken. Wir sehen uns ja spätestens nochmal im Mai!

Ein großes Danke geht auch und unsere Fans und die zahlreichen Zuschauer im Sportpark Dippoldiswalde sowie an Gastwirt Jürgen Müller.

Es spielten:

Muschter

Deutsch (Grießbach) – Richter (C) – Zimmermann – Schneider

Alex (Hofmann) – Strzebin – Löbbert

Wegert (Ehrlich) – Ziegler – Herlt

 

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