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TSV Seifersdorf - SV Pesterwitz 2. 5:1 (4:0)

Starkes erstes Testspiel!

Ich überlege schon seit Stunden, wie ich in diesen ersten Testspielbericht der neuen Saison starte. Noch immer schäme ich mich für meine Peinlichkeit der vergessenen Alltagskommuniqués unserer Spieler. Entgegen des Denkens und der Erwartungen von vielen bestand meine Zeit nach den anfänglichen Lockerungen nicht aus Rewe, Bockwurst und Sterni Rot. In vergangenen Epochen rannte ich noch mit der roten Trommel um den Weihnachtsbaum. Bald rennt der Weihnachtsbaum mit der roten Trommel, aufgrund meines Alkoholpegels, um mich.
 
Schon jetzt bereue ich es, mir gerade eben das Tetrapack Mindestwein geöffnet zu haben. Also wundert euch bitte nicht, wenn im Verlauf des Berichtes einige Unannehmlichkeiten auftreten sollten und meine Rhetorik nicht nur mich selbst verwirrt. Ich formuliere an euch da draußen eine dringende Bitte: Entziffert mein verbales Wortgut mit dem richtigen Motto: „Make love not war“. Für all die Hessen unter uns: „Poppe statt Kloppe“.
 
Im gewohnten wöchentlichen Rhythmus versuche ich euch wieder, mit literarischen Meisterwerken zu verwöhnen. Wer aufmerksam die Berichte des TSV verfolgt, weiß mit welcher Fachsparte nun fortgefahren wird. ..reelle Erzählungen aus der fußballfreien Zeit.
 
Libero Buutz beschenkte sich selbst und schwamm wieder gegen den Strom seines Badewannensogs. Er erweiterte das Sortiment seines Fahrradladens immens. Selbst die überregionale und vor globalem Export strotzende kosmopolitische Zeitung des Weißeritzkreisboten titelte: „Das ist akkurat“. Fahrradladen von Buutz hat jetzt auch E-Bikes im Sortiment.
Auch Pschorn nutzte seine freie Zeit und darf sich jetzt offiziell deutscher Indoor-Mario-Kart-Meister nennen. Das zahlreiche Gepuzzle sowie unzählige Hydraulikfilme schulten seine Auge-Hand Koordination und ließen ihn zu einer Koryphäe der Gamingszene aufsteigen. Im Sinne des ganzen Vereins gratulieren wir dir recht herzlich! Aber sein größtes Hobby ist und bleibt, die blaue Lagune (Aral) in Dippoldiswalde. Tankwart Manni entgegnete ihm neulich: „Du tankst super.“ Pschorni darauf erfreut zurück: „Oh danke“. Daniel (28) stolzer Dieselfahrer.
 
Natürlich darf auch eine kleine Anekdote, vom Allzeitjoghurtkulturenbauer Grießbach nicht fehlen: Dieser suchte im Internet wieder nach zahlreichen Themen für die Fortsetzung seiner Kartoffelarbeit. Er präsentierte mir stolz seinen Einstieg und die spannende Konsolidierung der Problematik. „Der Planet Erde fasziniert immer wieder durch atemberaubende Natur und Tierwelt. Wusstet ihr, dass sich in unseren tropischen Klima zahlreiche Gegenteiltiere verstecken. Libelle und Böselle/ Gämse und Nehmense/ Zitronenfalter und Zitronenglätter sowie Gepard und Gepzdf stellen nur kleine Auszüge dieser Flora und Fauna dar. Aber nichts gibt es häufiger als die Kuh. Hausrind, Galloway, Braunvieh, Angus, Jersey…
 
Liebl glänzte erneut mit einem kleinen Jungendschwank. Er brachte zum jährlichen Mutter-Kind-Tag seiner Firma seine Mutter mit. Cooler Dude… Kann man machen muss man aber nicht. Natürlich äußerte Liebls Freundin ihren Frust… Wenn er nicht aufhört, zu rauchen, verlässt sie ihn. Damit lässt sich konstatieren: Ihre gemeinsame Zukunft steht wohl auf der Kippe.
In den fünf Monaten Pause ließ Zimmermann extra standesamtlich seinen Namen ändern. Sein neuer Nachname lautet Rahn. Selbstverständlich nennt er seinen drittgeborenen anschließend Maximilian-Johannes. In Kurzform: Majo Rahn.
Prof. Dr. Schneider erhielt eine Einladung zur Fernsehsendung Brisant. Dort schilderte er eine Szenerie aus seinen Vorlesungen. Eine Studentin mit Babybauch hielt neulich eine Präsentation in der Vertiefungsveranstaltung zur theoretischen Physik. Sie klickte auf USB sicher entfernen. Daraufhin äußerte Schneider knapp: Einfach rausziehen. Sie antwortete : Damit habe ich schlechte Erfahrung gemacht… Max auch hier eine kleine Weisheit meinerseits. Hast du Tsatsiki im Essen, kannst du flirten vergessen (Satz des Pytha-Gyros). Die Frage der Moderatorin, wie die Vorbereitung bisher startete, beantwortete er gewohnt sicher mit literarischem Fachjargon: Tagsüber gilt: Der Weizen/ das Korn. Abends lebt man nach dem Motto: Das Weizen/ der Korn.
 
Nun auch endlich etwas zum Spiel. Mit Hilfe der Motivationssprache stellte uns der Coach physisch und psychisch hervorragend auf den Gegner aus Pesterwitz ein. Herrmann bediente sich hierbei aus seinem rhetorischen Methodenkoffer und lieferte uns erneut ein eigenes Identifikationsbeispiel: „Frauen und die Pesterwitzer Fußballer stehen nicht auf Angeber. Ihr müsst abgeklärt spielen und den Ball in euren Reihen zirkulieren lassen. Daher trage ich im Freibad auf meiner Hose nur das Bronze-Schwimmabzeichen, obwohl ich auch schon Silber habe!“
 
Schiedsrichter Siebrandt pfiff die Partie pünktlich vor circa 40 gelisteten Zuschauern an. Die ersten Minuten prägten sich vor allem von beidseitiger Unsicherheit und lassen sich ganz klar als Abtastphase charakterisieren. Nach erfolgter erster Trinkpause tauschten Herlt und Ehrlich die Freundinnen…äh Seiten meinte ich… Da passierte es plötzlich. Herlt mit einem Einwurf auf Zimmi, der streichelt den Ball über die britische Kurzhaarabwehrkette von Pesterwitz hinweg und der durchgelaufene Herlt bedient unnachahmlich Ehrlich. Dieser schiebt das runde Leder zur etwas überraschenden 1:0 Führung ein.
 
Keine zwei Zeigerumdrehungen machte Zimmermann Pesterwitz Wunsch nach einem Neffen zur Nichte und zirkelte das runde Leder nach Hankes Vorlage platziert in die untere Ecke. Die Zuschauer sahen in den kommenden Minuten feldüberlegene Seifersdorfer, welche es aber nicht schafften ihre Chancen zu veredeln. Beispielsweise Richter scheiterte zweimal kläglich an seinem eigenen Unvermögen. So dauerte es bis zur 35. Spielminute ehe Buutz genug von dem Tiki-Taka hatte und den Ball nach vorne drosch. Einige Fans sahen das Spielgerät schon bei Hanischs im Laden einschlagen, aber erneut pflückte Zimmermann die Pille herunter, legte auf Ganßauge weiter und dieser scheiterte frei vorm Tor noch knapp am Kopf des gegnerischen Hüters. Hanke reagierte blitzschnell und schob freistehend zum 3:0 ein. Bis zur Halbzeit näherten sich Ehrlich, Tietze und Hanke noch gefährlich dem Tor an. Dennoch änderte dies nichts am Pausenstand von 3:0 für unsere Kicker.
 
Engelmann, Muschter und Kaden ersetzten Ganßauge, Schneider und Ehrlich. Es dauerte nur weitere fünf Minuten, ehe Tietze Zimmermann mit einem schönen Steckpass bediente. Dieser schob uneigennützig vor dem Tor auf Engelmann. Co Trainer Pschorn lief bereits das Wasser im Mund für den kommenden Toreinstandskasten zusammen, doch Engelmann überlegte es sich anders und spielte erneut auf Zimmi. Dieser schnürte sein Doppelpack. In den kommenden Minuten plätschere das Spiel so dahin und beide Seiten tauschten kräftig durch.
 
Coach Herrmann notierte sich wieder taktische Fragen in seinem kariert-gestreiften Trainingsheft:
- Ist derjenige, der bei Amazon entscheidet, welche Filme jeder jetzt streamen kann, eigentlich Prime Minister?
- Wenn Aladdin auf seinem Teppich fliegt, ist er dann abgehoben oder auf dem Teppich geblieben?
- Steht eigentlich Hartz IV in Verbindung mit dem böhmischen Großgrundbesitzer Hartz den Vierten?
 
In der 63. Minute schnappte sich Buutz den Ball und stellte durch einen platzierten Abschluss mit dem linken Fuß auf 5:0. In der Folge merkte man uns die Anstrengung des Trainingslagers an. Die Beine wurden schwerer und die Muskeln von Sprint zu Sprint müder. Pesterwitz übernahm mehr und mehr das Heft des Handelns und übte großen Druck auf unsere Abwehrkette aus. In der 70 Minute schoss Schütz den völlig verdienten Treffer. Das Spiele endete 5:1 und stellte einen gelungen Test für unsere Mannen dar. Natürlich gilt es jetzt an den Stellschrauben im Training zu arbeiten. Am kommenden Samstag wartet der nächste Gegner. It´s Derbytime. Wir spielen am 22.08 in Höckendorf. Anstoß ist 15 Uhr und wir freuen uns über zahlreiche Unterstützung.
 
Wir bedanken uns bei unseren Fans und natürlich bei einem sehr fairen Gegner aus Pesterwitz. Einer Wiederholung dieser Partie stehen wir immer positiv gegenüber.
 
Hier noch eine Pointe… kleiner Tipp meinerseits. Geht beim ersten Date ins Planetarium. Da findet sie gleich heraus, dass sie nicht der Mittelpunkt der Welt ist.
 
Um mit Engelmanns Worten abzuschließen: Am Ende wollen doch alle nur das eine… beim Staubsagen möglichst viele klirrende Teile einsaugen.
 
 
 
Für den TSV spielten:
 
Schneider (Muschter)
Deutsch – Buutz – Richter (C) – Runke
Hanke- Tietze
Ehrlich – Zimmermann – Ganßauge (Engelmann) – Herlt (Kaden)

 

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